…aus gegebenem Anlass. Sibylle B. wohnt in der Schweiz, dichtet bei der Achse des Guten und wärmt das kalte Herz des Blogwarts, auch wenn sie mal irrt. Es gilt deswegen:
Frau Berg. Ihre Reime sind feine Reime, die Prosa funkelt. Sie hat mächtig Durchblick. Meistens.
Die Welt ist kalt, das All verweht,
Frau Berg friert sehr, die Lust vergeht.
Doch wer sorgt, hat auch Likör,
nebst anderm Zubehör:
Friede, Freude, Eierkuchen
sollten alle mal versuchen,
die sonst den werten Mitmensch schinden,
nur dies allein steigere Wohlbefinden.
Schon kuscheln Nazi, Punk und Islamist,
weil alles so schön einfach ist.
In Zürich lockt das Alpenglühn,
wer will da Konsequenz bemühn…
And now for something quaintly related, in diesem Zusammenhang allerdings garantiert
nicht empfohlen: der „Scheibenwischer“ Jahresrückblick vom 29. Dezember, in dem
Hagen Rether sage und schreibe mehr
„Kuschelpolitik“ einfordert – denn ohne diese sähe es
„bei uns sonst aus wie im Nahen Osten“, wo sie dringend fehle. Auch dort findet Dialog in der Regel auf Augenhöhe statt, meist allerdings auf derjenigen wohlfeil zu erstehender Kalschnikows – Schmuseeinheiten aggressiv verheulter Kabarettisten würden zweifellos Wunder wirken. Es werde
„nur noch tendenziös über den Islam berichtet“, greint er, dabei gäbe es die
„Fundamentalisten“ doch
„im Kölner Dom“. Da schlägt der Jammerlappen ganz tendenzfrei dem Fakt die Fresse ein.
Herr Rether. Im Gegensatz zu Frau Berg sieht er voll Scheiße aus (wie manch junger Mensch sagen würde). Es mochte ihn niemand fotografieren.
Einen hat er noch:
„Ehrenmord“ heiße
„bei uns Eifersuchtsdrama“, denn das weiß er eben, an Feministen der deviant-islamophilen Sorte wie
Frau von Braun geschult: Setzt Mutti hierzulande Bauer Ewald oder Herrn Studienrat die Hörner auf, wird der am Arbeitsplatz solange gemobbt, bis er die Schlampe zur Hölle schickt, was idealerweise der Jüngstgeborene erledigt, da der nach verbüßter Jugendstrafe ja immer noch den Hof besorgen oder das Abi machen kann.
„Wehe uns, wenn wieder die Moscheen brennen“ endet die Litanei – so dachte sicher auch
Dieter Kunzelmann, als er bereits 19
6569 (s.u.) präventiv ein Bömbchen im Jüdischen Gemeindehaus legte, das denken sicher jene Rangen, die in ethnisch befreiten Zonen heute Schulen so judenfrei
machen, wie sich das
gehört. Egal –
„spalten statt versöhnen“, davon singt auch Herr Rether im Wort zum Freitag. Kabarett ist, wenn man trotzdem lacht, während der Scheibenwischer im Minarett die Fenster putzt.