Blütenlese

11. Oktober 2008

Wenn’s Hühnerblut vom Messer spritzt

Filed under: Der Spiegel — by M. M. @ 00:20:57
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…dann geht’s dem Jud nochmal so gut – weiß zumindest die Ulli vom Spiegel. Dies ist die gute böse Mär: Im „jüdischen Glauben“ haben „sündige Menschen ihr Lebensrecht verwirkt“. Gelegentliches Knabenschlachten, wie gehabt, könnte zwar Abhilfe schaffen, aber Ulli und Palestinian Human Rights Watch würden es sofort einer alarmierten Öffentlichkeit melden, also begeht man im perfiden Zion jetzt ersatzweise Ritualmord an Hühnern – „vor allem streng gläubige Juden“ treiben es derart arg.

Das ist nicht nett, also hat Ulli zur Strafe die dunkel-drohende Silhouette des ewigen ultraorthodoxen Tierquälers vor die blau-weißen Farben Israels gesetzt. Die sind dem Frommen als Symbol eines gotteslästerlichen Staates zwar verhasst, aber hallo, wann hat Ulli schon mal Gelegenheit, den eklen zionistischen Fetzen adäquat kot- und blutbeschmiert in Szene zu setzen? Schließlich lässt sich so ein nicht zu vermeidender Artikel ebenso unvermeidlich bereits per Aufmacher vergiften. (more…)

4. Oktober 2008

The Upper Class Twit Of The Year Contest…

Filed under: Google — by M. M. @ 16:32:00
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…never goes out of style. Eine Siegerehrung:*

Das Fußvolk:
capitalism crime: 4,150,000 communism crime: 3,090,000
capitalismo crimen: 462,000 comunismo crimen: 420,000
kapitalismus verbrechen: 575,000 kommunismus verbrechen: 173,000
Die Eiferer:
„capitalism kills“: 9,380 „communism kills“: 3,840
„capitalismo mata“: 3,060 „comunismo mata“: 422
„kapitalismus tötet“: 1,170 „kommunismus tötet“: 11
Die Scholaren:
capitalism crime 85,700 communism crime: 49,800
capitalismo crimen: 4,630 comunismo crimen: 2,590
kapitalismus verbrechen: 2,930 kommunismus verbrechen: 2,610

Die Denker in ihrem Lauf halten offenkundig auch in absehbarer Zeit weder Ochs noch Esel auf, insbesondere am deutschen Wesen wird die Welt genesen. Für den Rest gilt: Green Cards sind die Exportschlager der USA – für alle anderen stellt der immer noch erstaunlich leistungsfähige europäische Mittelstand gern genommene Transferleistungen bereit. (more…)

2. Oktober 2008

Kopfnoten für Kopfnüsse und Schlagfertigkeit…

Filed under: taz — by M. M. @ 19:42:00
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…sonst ist die Demokratie gefährdet. Das ganze bitte sachlich, fair und menschenwürdig „zertifiziert“,  denn als Zeugnis wäre es „ganz bitter“ – ja, das Herz eines Sozialwissenschaftlers hat Gründe, die die Vernunft nicht kennt.

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann in der taz:

Wenn eine Gesellschaft jedes Jahr 80.000 Jugendliche mit dem amtlichen Beleg „Ihr erfüllt nicht die Mindestanforderungen“ aus dem Schulsystem entlässt, dann ist das eine ganz bittere Erfahrung des Versagens für diese jungen Leute. Wir brauchen eine sachlich faire und menschenwürdige Form der Dokumentation von Leistungen; sodass jeder einzelne Schüler etwas vorzeigen kann, was seine Fähigkeiten detailliert auflistet. Ich bin für ein Schul-Abschluss-Zertifikat für jeden, das durch genaue Beschreibung die Noten ergänzt. Den Namen „Hauptschul-Abgangszeugnis“ würde ich ersatzlos streichen.

Ansonsten gilt:

…eine große Gruppe von Menschen mit einem bestimmten sozialen Hintergrund […] gefährdet auf Dauer unsere Demokratie.

Da der Professor dies mit einer „strukturelle[n] Benachteiligung“ durch -nanu?- die „Gesellschaft“ erklärt, ist er vom Vorwurf des Schürens von Ressentiments und Ängsten dispensiert, was auch die Pensionsberechtigung retten dürfte – und ohnehin besser der NPD überlassen bleiben sollte. Und nein: In den 1239 Worten des Gesprächs zum Thema Hauptschule und Schulversagen kommt das Wort „Migration“ nicht vor – auch das eine sachlich faire und menschenwürdige Form der Dokumentation.

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