Blütenlese

20. Dezember 2012

Huren und Schlampen sorgen für Krawalle und soziale Verwerfungen

Göteborg/SPIEGEL/DPA: Evangelikal-reaktionäre Aktivisten der schwedischen Staatskirche und die traditionell huren- und schlampenfeindlichen schwedischen Gymnasiasten haben für Schulschließungen und schwere Krawalle mit Hunderten von Beteiligten in Göteborg gesorgt. Verantwortlich sind laut übereinstimmenden Presse- und Polizeiberichten Facebook, digitales Mobbing, Huren, Schlampen und der Stress der Vorweihnachtszeit.

Ein entgrenzter Wikingerhüne im traditionell nordischen Hoodie wird einer Sozialstunde zugeführt

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19. März 2012

Unter Hatifnatten

Für Judith Butler

Schon eine ganze Weile her. Muss über den Heinrichplatz. Ist heute sonderbar. Menschen stehen da. Seltsam vereinzelt. Viele durchscheinend, da, aber nicht ganz. Spruchbänder, aber meist nicht so schwere, eher eins pro Person. Geschlecht? Ja, auch. Welches? Nicht immer klar. Farben. Sollen sicher froh sein, die Farben, lebensfroh? Kommen aber eher gedeckt rüber. Liegt das am Waschautomaten zu 3.- für 16Kg? Oder an Kleidersammelstellen, die in der Sonne bleichen? An die Sonne kommen die Jungs und Mädels hier auf jeden Fall selten, aber ausgebleicht sind sie. Bleicht Mondlicht? Ein Flugblatt wird mir in die Hand gedrückt. Nein, ein flyer. Oder flugi, passend zum transpi; these guys sure want to die before they get old. Gedrückt ist auch nicht richtig, kein rechter Druck da. Mehr so ein Hinhalten, in meine Richtung, interpretationsfähig, kein Stress.

Auf gut deutsch in der stets auch antizionistisch befreiten Zone

Vor einigen Tagen gab es eine Fete im SO36, erfahre ich, gender, no-gender und was sonst so kreucht und fleucht, you get the drift. Danach gingen einige drag queens, oder kings, oder so, (don’t be judgemental, you bigotted fuck) nach Hause. Abendessen, Zähneputzen, schlafen gehen. So war es geplant. Auch Menschen. Aber: Ein Wagen quietscht, bremst. BMW, höre ich. Graue Wölfe drin, mit ditto Aufkleber drauf. Starke junge Herren steigen aus, kurzgeschoren, Stiernacken, bodygebildet. Auch Menschen. Es gibt kein Taxi ins Klo, aber dafür welche ins Urban-Krankenhaus, die Wölfe bestehen darauf. Es tut weh. (more…)

25. Oktober 2009

Ich ficke deine Mutter nicht

Filed under: Islam,Migration — by M. M. @ 22:25:38
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Mitternacht, SO36, Skalitzer, Späthunger, Stammdöner hat schon zu. Also Plan B, Falafel, der Laden hat noch auf. Plan C eigentlich, denn die jungen Falafistas sind erfahrungsgemäß wesentlich mieser drauf als ihre osmanischen Kollegen – die haben u.U. zwar auch Ansichten über Gott und die Welt, die man nicht unbedingt hören möchte, behalten sie aber locker für sich, vor allem ungefragt.

Falafel € 2.50. Eine Ecke weiter wartet eigentlich das Spätbier mit Lektüre der Tagespresse, aber draußen ist es kalt, also keine Falafel to go, sondern to stay. Der Falafista ist freundlich, einsam mit dem einzigem Gast im Raum, sucht das Gespräch. Der Gast möchte nicht unfreundlich sein, will auch nicht in der B.Z. blättern, meint ohnehin, dass man mit diesen jungen Menschen gelegentlich Austausch pflegen muss, es hilft ja nichts. Man guckt ja auch ab und zu in die Bild-, National- oder Islamische Zeitung, in die jW, das ND oder die JF. Sehen, was die Jungs so treiben. Nein, BILD ist kein Faschoblatt, so war es nicht gemeint, aber die Lektüre macht auch keinen Spaß. Der junge Mann ist kaum zu verstehen. Ägypter, wohl erst seit kurzem hier. Hat sich erkennbar bemüht, in kurzer Zeit halbwegs kommunikationsfähig zu werden. Wird sicher noch. Schlagend ungebildet, aber kein Dummy, interessiert, neugierig, allerdings verdächtig mitteilungsbedürftig. Kennt man, ahnt Schlimmes, hofft, dass es diesmal eine angenehme Enttäuschung bestehender Vorurteile wird. Der Tagesabschluss nervt etwas, soll erträglich bleiben. Der Gast fragt nicht nach dem Namen – sagen wir mal, Said. (more…)

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