Blütenlese

25. Oktober 2009

Ich ficke deine Mutter nicht

Gespeichert unter: Islam, Migration — by M. Möhling @ 22:25:38
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Mitternacht, SO36, Skalitzer, Späthunger, Stammdöner hat schon zu. Also Plan B, Falafel, der Laden hat noch auf. Plan C eigentlich, denn die jungen Falafistas sind erfahrungsgemäß wesentlich mieser drauf als ihre osmanischen Kollegen – die haben u.U. zwar auch Ansichten über Gott und die Welt, die man nicht unbedingt hören möchte, behalten sie aber locker für sich, vor allem ungefragt.

Falafel € 2.50. Eine Ecke weiter wartet eigentlich das Spätbier mit Lektüre der Tagespresse, aber draußen ist es kalt, also keine Falafel to go, sondern to stay. Der Falafista ist freundlich, einsam mit dem einzigem Gast im Raum, sucht das Gespräch. Der Gast möchte nicht unfreundlich sein, will auch nicht in der B.Z. blättern, meint ohnehin, dass man mit diesen jungen Menschen gelegentlich Austausch pflegen muss, es hilft ja nichts. Man guckt ja auch ab und zu in die Bild-, National- oder Islamische Zeitung, in die jW, das ND oder die JF. Sehen, was die Jungs so treiben. Nein, BILD ist kein Faschoblatt, so war es nicht gemeint, aber die Lektüre macht auch keinen Spaß. Der junge Mann ist kaum zu verstehen. Ägypter, wohl erst seit kurzem hier. Hat sich erkennbar bemüht, in kurzer Zeit halbwegs kommunikationsfähig zu werden. Wird sicher noch. Schlagend ungebildet, aber kein Dummy, interessiert, neugierig, allerdings verdächtig mitteilungsbedürftig. Kennt man, ahnt Schlimmes, hofft, dass es diesmal eine angenehme Enttäuschung bestehender Vorurteile wird. Der Tagesabschluss nervt etwas, soll erträglich bleiben. Der Gast fragt nicht nach dem Namen – sagen wir mal, Said. (mehr…)

15. Oktober 2009

Spiegel Online: Die Welt geht unter. Fast

Gespeichert unter: Der Spiegel, Ökologie — by M. Möhling @ 22:05:27
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Der Spiegel: Arktis: Die große Schmelze

"Eisberge wird es natürlich trotzdem noch geben". Spiegelredakteure auch.

Der Spiegel berichtet:

73 Tage lang haben britische Forscher das Eis in der Arktis vermessen. Das Ergebnis: Die weiße Pracht schmilzt noch schneller dahin als ohnehin befürchtet. In zehn Jahren dürfte das Nordpolarmeer während der Sommermonate nahezu eisfrei sein.

und schließt:

Die Eisschmelze gehe „schneller als wir gedacht haben“, sagte Martin Sommerkorn, Klimaexperte der Naturschutzorganisation WWF. Das Abschmelzen der Polkappen könne unter anderem Überschwemmungen nach sich ziehen, von denen ein Viertel der Weltbevölkerung bedroht sei.

Das Meereis des Nordpols verdrängt soviel Wasser, wie es seinem spezifischen Gewicht entspricht – schmilzt es, steigt der Meerespiegel um keinen Millimeter – ein Glas, mit Wasser und Eiswürfeln bis zum Rand gefüllt, läuft beim Schmelzen der Würfel nicht über.

Ganz so dumm, wie es scheint, war der Verfasser -oder sein klimaforschender Stichwortgeber- allerdings nicht, denn im besorgten Fazit ist bauernschlau von Polkappen die Rede – nicht allerdings im Forschungsbericht, von dem der Artikel handelt, der befasst sich nur mit dem Nordpol.

Am Südpol wäre eine Eisschmelze in der Tat katastrophal, findet aber nicht statt, fand es auch nicht während des mittelalterlichen Klimaoptimums. Damals wurde in Grönland, Island, Norwegen Ackerbau und Viehzucht sowie bis hoch nach Schottland Weinbau betrieben, sehr zur Freude der Europäer, welche die nachfolgende Kälteeinbrüche bitter beklagten. Ebensowenig berichten asiatische oder islamische Chroniken von klimabedingter Not aus der Zeit, als Leif und Erik es sich im hohen Norden gut gehen ließen und Eisbären und Robben eben nicht ausstarben. Wahrscheinlich haben sie bei TUI im damals eisfreien Nordpolarmeer eine Kreuzfahrt gebucht und ihre Ernährung auf die Tageskarte des Bordrestaurants umgestellt.

Bild: Spiegel/AP, Screenshot, verkleinert

9. Oktober 2009

Affirmative Action

Gespeichert unter: USA — by M. Möhling @ 12:02:19
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Jaw, meet floor: U.S. President Barack Obama won the Nobel Peace Prize on Friday. The Onion knows why.

update: Steve Sailer on the Nobel Prizers’ affirmative action and the Nobel Prizees’ reaction. Or lack thereof.

btw: did you know that our Dear Leader of Organized Communitarianism won Grammy Awards in 2006 and 2008? Really, double grammy whammy. Heck, who needs a well regulated militia, when even better regulated communities are being necessary to secure free access to gold and glitter? The right of the people to keep and bear prizes and awards shall not be infringed.

26. September 2009

A Beauty and the Beast

Gespeichert unter: English posts, Islam — by M. Möhling @ 19:46:09
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A young Romanian, remarkable any which way. And she’s pissed. For once, thank God for EU enlargement. Give the video some minutes to grow on you.

More of the same. There’s luv for creationists, too. Feminism? STFU is not an option for a gal with gall and cojones. So you thought they don’t mak’em anymore like that? Wrongo, bozo.

Related links:

Her video on US creationist Kirk Cameron just got „posted on modfkkin Huff Post,“ she twitters–overly bright they are not. Scienceblogs has noted her, too: „This is hardly a fair fight. Cristina has about ten times the brains of Kirk.“ „Kirk Cameron has a brain?“ one commenter wonders. She’s also got a blog: mycapturedlife.blogspot.com. Precocious is the word you’re looking for.

18. September 2009

You Just Can’t Make That Up

Gespeichert unter: English posts, Islam — by M. Möhling @ 22:27:41
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The Times: Islamic search engine ImHalal hailed a success

The world’s first „Islamic orientated“ internet search engine, which
flags content that might be considered „haraam“ – or forbidden – by
Muslims, has been hailed a success by its creators after it attracted
more than 500,000 users in its first two weeks on the web.

ImHalal.com has been designed to „help Muslims explore the internet in a safe and clean environment“, according to Reza Sardeha, the 20-year-old business management student who runs it.

Islamic rocket science is for everybody to profit:

Mr Sardeha, who is based in Amsterdam, told The Times: „We already have received quite a number of positive feedback from Non-Muslims saying they have set ImHalal.com as their homepage so that their children can explore the internet without coming across ‘filth’ as well.“

Anyway, let’s assume that nobody will get hurt by this display of prowess and good thinking. Physically, that is.

Spiegel Online: Die Welt geht nicht unter. Leider

Gespeichert unter: Der Spiegel — by M. Möhling @ 21:06:55
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Der Spiegel: Salzseen in Südamerika: Fundort des seltenen Lithiums

Lithiumland ist abgebrannt. Nein, abgesoffen.

Der Spiegel barmt und jammert weiter:

Autobauer beschwören den Elektroantrieb als Technik der Zukunft. Doch ebenso wie Regierungen und Rohstoffkonzerne übersehen die Hersteller ein Problem: Es gibt auf der Erde zu wenig Lithium, um die geplanten Flotten von Hybrid- und Elektroautos anzutreiben. (mehr…)

17. September 2009

Der biodynamische Schoß ist fruchtbar noch

Gespeichert unter: Ökologie — by M. Möhling @ 13:53:54
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Roger Boyes schreibt in Times-Online über Alwin Seifert, der Hitlers Reichslandschaftsanwalt und später (bis 1963) Bundesleiter des Bundes Naturschutz war. Sein Buch „Gärtner, Ackern – ohne Gift“ ist eine Bibel des Bio-Landbaus. Einige Erkenntnisse dafür, wurden in den Bio-Gärten des Konzentrationslagers Dachau gewonnen.

h/t: übernommen von der Achse des Guten

Die Internationale bekämpft das Menschenrecht

Gespeichert unter: Nationalpazifismus — by M. Möhling @ 13:07:26
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25 Nationalpazifisten, Künstler, Literaten und Aktivisten fordern im Freitag parteiübergreifend den Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan, denn der Gegner sei „keine Armee, sondern eine Kultur“.

Sie haben Recht. Also: Écrasez l’infâme. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn. Der heißt nämlich Pakistan und kann nicht auf seine nuklearen Spielsachen aufpassen. Besser Truppen um die Ecke als in Savannah, GA oder Bückeburg.

Links zum Thema:

  • Der SPIEGEL hat ein bessere Idee und enthüllt einen Geheimplan: Afghanistan wird 17. Bundesland!
  • Thierry Chervel im Perlentaucher zum Aufruf
  • Jakob Augstein, der Herausgeber des Freitags, antwortet Chervel
  • Richard Wagner zum Aufruf: Abzug der Kultur
  • Augstein antwortet Wagner
    (MM: Augstein hat in dieser mail durchaus Recht, mehr Ehrlichkeit wäre fein, selbstverständlich geht es auch um europäische Interessen in Pakistan und nicht nur um Menschenrechte. Noch feiner wäre es gewesen, wenn o.g. Nationalpazifisten mit derlei Offenheit -auch betreffs ihrer regressiven Blütenträume- und nicht mit infamem Kulturrelativismus argumentiert hätten. Fein auch, wenn Augstein in seinem Artikel im Freitag so -vergleichsweise- offen gewesen wäre, wie in seinem Schreiben an Wagner)
  • Vulgärpazifismus, Thea Dorn

8. September 2009

Airstrip One: Miniplenty Orders Publicans to Serve Beer in Plastic Glasses

Gespeichert unter: English posts, UK — by M. Möhling @ 18:40:25
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Bleeps the Beeb:

Plans to replace the traditional pint glass with one made of shatter-proof plastic will not be accepted by drinkers, the pub industry has warned.

The Home Office has commissioned a new design, in an attempt to stop glasses being used as weapons.

Lunatics take over the asylum, but they’ll watch their steps. Or else. Reports the Daily Mail:

Firefighters told to use poles to test fire alarms… as stepladders ‘are too dangerous’ [...] Firemen who are used to climbing 300ft ladders have been ordered not to climb up small step ladders due to health and safety concerns.

While a diverse society better bend over backwards, we’ll make an exception for Mrs Windsor. Huffs the Telegraph:

The centuries-old practice of servants and guests walking backwards when leaving a room after seeing the monarch has been dropped after health and safety concerns.

The beat goes on–with colonials, too:

Missouri bans wrong plastic from rivers.

A law that takes effect this week could make criminals out of those who bring Tupperware onto many of Missouri’s rivers.

Lawmakers intended to reduce floating debris and pollution from abandoned foam coolers in the state’s waterways. But they confused their plastics. Instead of banning Styrofoam, they criminalized the plastic containers found in many kitchens but seldom used to ferry beer and soda down a river.

25. August 2009

Animal Lovers

Gespeichert unter: English posts, animal rights, porn industry — by M. Möhling @ 10:26:54
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Writes the LA Times on the Californian, um, entertainment industry:

During production of the 1997 movie „Mimic,“ American Humane Assn. representatives wandered through the Los Angeles set, ensuring that a herd of cockroaches was well taken care of. Licensed animal handlers were to follow state and federal anti-cruelty laws designed to protect the insects, which had been trained to swirl around actress Mira Sorvino’s feet. The roaches had to be fed at a certain time. They could only work a few hours each day. They could not be harmed.

At the same time, in studios in the San Fernando Valley, scores of other actors and actresses were working on movies. They put in long hours, commonly without meal breaks. They often worked without clean toilets, toilet paper, soap or water. More importantly, they were exposed to a host of infectious, and sometimes fatal, diseases.

Bugs get spoiled, bozos get to suck. Speciesism is ugly and not becoming diverse and vibrant societies. Love thy roaches as thyself, and better you pamper them buggers lest they get cocky.

Said Paul Watson of Greenpeace fame:

Curing a body of cancer requires radical and invasive therapy, and therefore, curing the biosphere of the human virus will also require a radical and invasive approach.

Cockroaches will survive us indeed, the Humane Assn., Greenpeace, and all those of good will will see to it.

related: Tough times in the porn industry,„the business, centered in the San Fernando Valley, is being undercut by a growing abundance of free content on the Internet.“ Video killed the radio star? So yesterday. Porn sucks big time now, every which way, thanks to digital capitalism–tough titty. h/t: German Joys

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